Die Entstehung der Arten und höheren Kategorien: by Herbert Lamprecht

By Herbert Lamprecht

In der vorIiegenden Arbeit werden die Ergebnisse meiner fiber einen Zeitraum von mehr als dreiBig Jahren sich erstreckenden, experi mentellen Untersuchungen zu den Fragen des Artbegriffes und der Ent stehung der Arten zusammenfassend dargestellt. Eine groBere Anzahl Einzelfragen behandelnde Schriften sind von mir seit 1940 veroffent auf diesem Gebiete vorgebrachte Auf Iicht worden. Von anderer Seite fassungen werden besprochen und kritisch beleuchtet. Den Ausgangspunkt zu diesen Studien bildete ausschIieBIich der Wunsch, die genisch bedingte Unterlage fUr die absolut trennende, das heiBt unfiberbrfickbare Barriere zwischen zwei nahe miteinander ver wandten Arten klarzulegen. Als Versuchsleiter des Institutes fUr Gemfisebau n Alnarp (1925 bis 1932) bestand fUr mich vor allem die MogIichkeit, ein solches Studium mit Arten der Gattungen Phaseolus und Pisum auszufUhren. Ein im iciness 1929/30 gemachter Fund von zwei auf einer Pflanze von Phaseolus vulgaris geernteten Hybridsamen, die ihre Entstehung einer Befruchtung mit Pollen von Phaseolus coccineus verdankten, bildete die Anregung zur Ausffihrung von reziproken Kreuzungen zwischen diesen Arten in groBem Umfang. Ffir die Moglichkeit zur Durchffihrung dieser rein theoretischen Studien bin ich dem damaIigen Direktor des StaatIichen Institutes ffir Gartenbau in Alnarp, Professor C. G. DAHL, zu groBem Dank ver pflichtet.

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LINNE (1707 bis 1778). Das groBte Verdienst £iiI' die richtige Gruppierung del' Pflanzen in Abteilungen, Familien, Gattungen und Arten entscheidende Merkmale erkannt zu haben, gebUhrt RAY (1682,1686,1688,1704). Ein nicht geringer Teil der von RAY errichteten Kategorien besitzt noch heute volle Giiltigkeit. So die Einteilung in Gymnospermen und Angiospermen, die auf Grund del' Kotyledonenzahl vorgenommene Aufteilung del' Samenpflanzen in Monound Dikotyledonen, die Errichtung von etwa dreiBig Familien sowie die von vielen Gattungen und Arten.

Oder es wird, wie es z. B. PLATE (1914 p. 160) tut, gesagt, daB es unmoglich sei, Art und Varietiit morphologisch scharf auseinanderzuhalten. Hieraus zieht er dann den SchluBsatz: Die Varietiiten sind beginnende Arten, oder wie andere Autoren sagen, die Subspezies und Varietiiten sind Spezies in 8tatu na8cendi. Ein paar Beispiele zur Veranschaulichung dieser Verhiiltnisse. Von der Rosaceengattung Geum sind in Mittel- und Nordeuropa die beiden Arten rivale L. und urbanum L. weit verbreitet. G. rivale kommt nur auf feuchtem Geliinde, G.

Einander verwandte Arten in Betracht kommen konnen. 1st dies nicht der Fall, so sind Kreuzungen entweder iiberhaupt nicht ausfiihrbar, oder man erhalt nur in ganz seltenen Fallen einen Bastard, der aber dann immer vollkommen steril ist. Hierbei ist noch zu beachten, daB in der Ontogenese eines solchen Bastards zuweilen auch Riickmutationen zum maternellen Typ vorkommen konnen. Punkt 1. betrifft die Unterschiede im Genotypus zweier Arten. Es liegen hauptsachlich folgende drei M6glichkeiten VOl': Erstens k6nnte die eine Art Trager von Genen sein, die als Loci betrachtet, in der anderen Art nicht vorkommen.

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